Green Deal? EU bewilligt staatliche Beihilfen für Batterien

50 Prozent der Batterien für den Weltmarkt werden in China hergestellt.

Tendenz steigend. Das betrifft die Nachfrage und die Produktion.

Der Weltmarkt-Anteil „Made in Europe“ von Batterien ist rund 3%.

Vor diesem Hintergrund bewilligt die EU-Kommission 3.2 Milliarden Euro staatliche Beihilfen, welche 7 Länder (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Polen, Schweden) an 17 Unternehmen überweisen wollen.

Dies soll zusätzliche fünf Milliarden Euro private Investitionen auslösen.

Die Bewilligungen von solchen Subventionen für die europäische Industrie sollen wegweisend sein, denn sie entsprechen der Absicht der EU, die europäische Industrie mehr und konsequenter darauf auszurichten, einen Beitrag zu leisten zur Reduktion von Co2-Emissionen.

Das ist im Grundsatz genau das, was die neu EU-Kommission als ihr oberstes Ziel erreichen will mit einem sogenannten „Green-Deal“.

Die EU will sich darauf verpflichten, bis 2050 klima-neutral zu sein, also nicht mehr Co2-Emissionen auszustossen als kompensiert werden können.

Die Fertigung von Batterien in Europa sei dabei von strategischem Interesse, schreibt die EU-Kommission.

Die deutsche und französische Autoindustrie wird es freuen.

Die Frage bleibt, ob diese Subventionen den riesigen Rückstand der europäischen Hersteller in Bezug auf ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den asiatischen Konkurrenten wird ausgleichen können.

Das wird nur gelingen, wenn gleichzeitig auch ein Innovationsschub damit verbunden ist.

Genau darauf setzt die Wettbewerbskommission (und glaubt wohl auch daran), denn ansonsten würde sie gegen die eigenen Regeln verstossen.

2031 wissen wir mehr. Über diese Periode wurden die staatlichen Beihilfen bewilligt.