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Die erste Ampelkarte

Die EU-Staaten haben sich auf eine einheitliche Definition von Corona-Risiko-Gebieten verständigt.

Das ist die erste neue Karte der Europäischen Koordinationsstelle für Pandemie-Prävention ECDC.

Links ist die alte Karte und rechts die Karte nach der neuen Methodik. Grau bedeutet, dass zu wenig verlässliche Daten gemeldet wurden (zum Beispiel von Deutschland…).

Pro Land und Region wird ausgewiesen, wie stark sich die Corona-Pandemie verbreitet. Rot für Risiko-gebiete, Orange für Gebiete mit erhöhten Schutzmassnahmen und Grün für Regionen, in die alle Touristen ohne Auflagen einreisen dürften.

Die Farbe Rot bedeutet: Durchschnittlich 50 Neu-Ansteckungen in den letzten 14 Tagen pro 100 Tausend Einwohnerinnen. UND 4 Prozent der durchgeführten Corona-Test sind positiv.
Bisher gab es in der europäischen Union keine einheitliche Definition von Risikogebieten.

Im Europäischen Zentrum für Seuchen-Prävention wird nunmehr täglich eine standardisierte Europa-Karte erstellt auf dieser Basis.

Zu diesem neue Ampel-System wollen sich alle EU-Staaten, und die EWR-Länder Island, Norwegen und Liechtenstein bekennen.

Die Schweiz bleibt ein weisser Fleck auf dieser Karte. Die EU sieht sich ausser Stande, Daten von Drittstaaten wie der Schweiz in das System zu integrieren. Es fehlt nicht am guten Willen, aber an rechtlichen Grundlagen. Zwischen der Schweiz und der EU gibt es kein Abkommen, das den Austausch von Daten im Gesundheits-Sektor erlauben würde.

Die einheitliche Definition von Corona-Risikogebieten stellt freilich ein Minimal-Kompromiss innerhalb der EU dar.

Denn: weder konnten sich die Mitgliedsländer auf eine einheitliche Länge von Quarantänen-Auflagen einigen, noch besteht eine einheitliche Linie in Bezug auf die Anerkennung von Corona-Tests.

Trotz Ampel-System kann also jedes Land weiterhin selber bestimmen, welche Einreise-Sperren es erlässt.

Von Charles Liebherr

Charles Liebherr ist seit September 2019 EU-Korrespondent von Radio SRF. Zum Glück beschränkt sich Europa nicht auf das Quartier der Europäischen Institutionen in Bruxelles.

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