Das Entsorgen alter Textilien in Altkleider-Containern scheint umweltfreundlich, doch die Realität ist ernüchternd: Pro Jahr werden in der EU 16 kg Textilien pro Person entsorgt, doch nur 15 Prozent werden gesammelt – trotz gesetzlicher Sammelpflicht.
Die Niederlande sind mit einer Sammelquote von 50 Prozent führend, doch selbst dort brechen die Preise für Altkleider um 60 Prozent ein, was soziale Projekte gefährdet, die durch den Verkauf finanziert werden.
Das Unternehmen «Sympany» versucht, durch Automatisierung die Kosten um 80 Prozent zu senken, doch die Flut an Billigkleidern aus China (v. a. von Shein und Temu) überflutet den Markt.

Diese minderwertigen, synthetischen Kleidungsstücke sind oft nicht recycelbar und landen im Müll. Die Kosten trägt die Entsorgungsbranche, während die Preise für Alttextilien weiter fallen.
Der Boom von Ultra-Fast-Fashion untergräbt das Recycling-System und verschärft die Krise. Nur wenn keine Anreize mehr bestehen zur Überproduktion, kann sich etwas verändern.

International:
EU-Textil-Recycling unter grossem Druck
In der EU besteht seit einem Jahr die Pflicht, Altkleider zu sammeln. Die Flut von billigen Textilien aus China macht das Recycling aber unrentabel.Ultra-Fast-Fashion aus China hebelt die Altkleidersammlung in der EU aus

