Sieben Jahr durfte ich aus Brüssel und über “Brüssel” berichten. Wobei ja nicht immer so klar ist, was “Brüssel” meint…
In diesen sieben Jahren prägte mich das Europaquartier mit all seinen Facette, städtebaulich, beruflich, persönlich und historisch.
In fünf Rundgängen durch das Europaquartier blicke ich zurück auf meine Arbeit im politischen Zentrum der Europäischen Union.
Ein persönlicher Abschied in etwas mehr als fünf Schritten…

Folge 1: An Robert Schuman kommt niemand vorbei
Der Weg führt von der Statue des Gründervaters der EU, Robert Schuman, über den frisch renovierten Schuman-Kreisel bis hin zum symbolträchtigen Schuman-Stein. Liebherr erklärt, warum die europäische Friedensidee von 1950 auch koloniale Interessen widerspiegelte, wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die Erwartungen an die EU grundlegend verändert haben und warum die mächtige EU-Kommission heute mehr denn je für den Schutz der Demokratie werben muss.

Folge 2: Im Jubelpark Belgien erleben
Im Brüsseler Jubelpark leben Tausende frei fliegende Papageien- sinnbildlich für eine offene, internationale Stadt. Dieser Park ist zugleich die grüne Visitenkarte des Europaviertels und Spiegel der belgischen Geschichte. Hier werden auch die Widersprüche Europas sichtbar, von Migration und Zusammenleben bis zur kolonialen Vergangenheit Belgiens.

Folge 3: Das EU-Parlament wird unterschätzt
Die Grünen in Frankreich ticken anders als die Grünen in Schweden. Genau das prägt die Arbeit im Europäischen Parlament. Wie gelingt es mehr als 700 Abgeordneten aus 27 Ländern trotzdem, Mehrheiten zu finden? Zudem sprechen wir über den umstrittenen «Wanderzirkus» zwischen Brüssel und Strassburg, den Einfluss von Lobbyisten und weshalb das EU-Parlament wohl das einzige der Welt mit eigenem Bahnhof ist.

Folge 4: Die Schweiz und die EU pflegen eine komplizierte Beziehung
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union prägen die Schweizer Politik seit Jahrzehnten und sie bleiben komplex. Das Scheitern des Rahmenabkommens zeigt exemplarisch die unterschiedlichen Verhandlungskulturen der Schweiz und der EU und zeigt, weshalb die Gespräche dennoch nie ganz abgerissen sind.

Folge 5: Der EU-Rat ist Europas Konsensmaschine
Der EU-Rat ist das Machtzentrum der Europäischen Union. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs sowie die Ministerinnen und Minister der 27 Mitgliedstaaten, um über Europas wichtigste Entscheidungen zu beraten. Wie erarbeitet die EU ihre Kompromisse, weshalb die Ratspräsidentschaft so wichtig ist und wie sich selbst die Schweiz in diesem Gebäude einbringt. Zudem zeigt er, weshalb die Fassade aus alten Fensterrahmen aus ganz Europa mehr ist als ein architektonisches Detail: Sie steht sinnbildlich für die Vielfalt und den Zusammenhalt der Europäischen Union.

