Kategorie: EU | Politik

Politisches analysiert

  • Europawahlen: “Die Regulierung der Künstlichen Intelligenz in der EU kommt zur richtigen Zeit”

    Europawahlen: “Die Regulierung der Künstlichen Intelligenz in der EU kommt zur richtigen Zeit”

    Künstliche Intelligenz durchdringt in vielen Bereichen unseren Alltag; meist ohne, dass wir uns dessen bewusst sind: Beim Einkaufen werten KI-Programme Bewegungsmuster von Kundinnen aus.

    Bei Routine-Gesundheitschecks in der Hausarztpraxis werden Röntgenbilder abgeglichen. Dank populären Anwendungen wie Chat-GPT erstellt uns der Computer anhand von ein paar Stichworten ein massgeschneidertes Geburtstagsgedicht für den Grossvater.

    Um der rasanten Entwicklung der KI-Technologie einen geordneten Rahmen zu geben, hat die EU im Frühjahr das weltweit erste Gesetz verabschiedet für die Anwendung von Künstlicher Intelligenz.

    Einen entscheidenden Anteil an der Ausgestaltung dieses ersten ‘AI-Act’ hatte das Europäische Parlament und der liberale Abgeordnete Dragos Tudorache aus Rumänien.

  • Europawahlen: Die Grüne Deparnay-Grunenberg bangt um die Wiederwahl trotz positiver Bilanz

    Europawahlen: Die Grüne Deparnay-Grunenberg bangt um die Wiederwahl trotz positiver Bilanz

    Die europäischen Grünen gehörten vor fünf Jahren zu den Gewinnerinnen der Europawahlen.

    Junge Klima-Aktivistinnen sorgten damals für viel neue Köpfe im EU-Parlament, wie zum Beispiel die Abgeordnete Anna Deparnay-Grunenberg aus Stuttgart. Wegen dieser grünen Welle zimmerte die EU-Kommission von Ursula von der Leyen folglich einen ambitionierten Green-Deal.

    Hunderte Gesetze wurden beschlossen, um bis 2050 das Ziel zu erreichen, die klimaschädlichen Schadstoff-Emissionen auf null zu reduzieren.

    Mit solch einer Bilanz könnte man meinen, dass die Grüne-Politikerin entspannt ihre Wiederwahl plant. Dem ist nicht so. Denn den Wahlsiegerinnen von 2019 werden nun herbe Verluste vorausgesagt.

  • Europawahlen: EU- Klimapolitik trägt den Stempel des EU-Parlamentes nicht erst seit gestern

    Europawahlen: EU- Klimapolitik trägt den Stempel des EU-Parlamentes nicht erst seit gestern

    Wahlen sind für Parteien auch immer ein Moment, Bilanz zu ziehen, so auch für die Europawahlen vom 9. Juni.

    Wenn es nach den pro-europäischen Parteien im EU-Parlament geht, ist die Bilanz beim Klimaschutz rundum positiv – von den Christdemokraten, über die Sozialisten bis hin zu den Liberalen und Grünen.

    Tatsächlich hat die EU in den letzten fünf Jahren weitreichende Gesetze beschlossen, um in den nächsten Jahren die klimaschädlichen Emissionen drastisch zu reduzieren.

    Das EU-Parlament spielte dabei eine zentrale Rolle.

    Das hat Tradition, denn in Natur- und Umweltschutzfragen treibt das EU-Parlament schon lange die EU-Staaten und die EU-Kommission vor sich her, selbst dann, wenn es damit seine Kompetenzen überschreitet.

  • Ein Wahlkampf mit falschen Karten für eine zweite Amtszeit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

    Ein Wahlkampf mit falschen Karten für eine zweite Amtszeit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

    Die Chefin der EU-Kommission steigt als Spitzenkandidatin der Christdemokraten in die EU-Parlamentswahlen und hievt Parteifreunde in gut bezahlte Ämter.

    Rente ist keine Option für die 65-jährige Präsidentin der EU-Kommission. Ursula von der Leyen will weitere fünf Jahre die Regierungsgeschäfte der EU leiten. Für eine zweite Amtszeit muss sie vom EU-Parlament gewählt werden. Darum sind die Europawahlen im Juni wichtig, könnte man meinen.

    Darum hat sie die Europäische Volkspartei, aktuell grösste Partei im EU-Parlament, auch als Spitzenkandidatin nominiert. Allerdings: wählen kann Ursula von der Leyen niemand. Der Name der deutschen CDU-Politikerin steht auf keiner Wahlliste. Sie ist nur Aushängeschild ihrer Partei für die Europawahlen.

    Eigentlich müsste Ursula von der Leyen ihre Auftritte zugunsten ihrer Partei trennen von ihrer Funktion als EU-Kommissionspräsidentin, die sich am Gesamtinteresse zu orientieren hat. Das schreibt der Verhaltens-Kodex zwar vor; in der Praxis ist die Trennung aber unmöglich.

    Zumal ihr Generalsekretär in der EU-Kommission weiterhin die Fäden zieht. Er hat sich vor kurzem beurlauben lassen, um die gleiche Tätigkeit wie bisher fortzuführen als Wahlkampfleiter: Er wacht über alle Wortmeldungen und Termine seiner Chefin. Die Farce wird durch die Meldung bestätigt, dass der Wahlkampfleiter am Tag nach den Europawahlen zurückkehrt auf seinen Posten als Generalsekretär.

    Ab diesem Tag wird er den Staats- und Regierungschefs der EU die besten Argumente unterbreiten, warum EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen die beste Wahl sei für eine zweite Amtszeit.

    So funktioniert das System seit fünf Jahren. Ursula von der Leyen umgibt sich mit loyalen, deutschsprachigen Parteifreundinnen und Verwaltungsbeamten. Jüngst berief sie noch den Chef der deutschen CDU-Abgeordneten im EU-Parlament an ihre Seite, als Berater für mittelständische Unternehmen.

    Vier EU-Kommissare protestieren öffentlich gegen diese Günstlingswirtschaft. Einmalig. Offenbar gab es zwei Bewerberinnen, die im offiziellen Verfahren besser qualifiziert waren für diesen Job, aber eben den falschen Pass und das falsche Parteibuch besitzen, behaupten jedenfalls jene vier EU-Kommissare.

    Das zuständige Aufsichts-Gremium des EU-Parlaments lanciert eine Untersuchung. Ursula von der Leyen wird alles aussitzen.

    Sie weiss, dass ihre zweite Amtszeit von den 27 Staats- und Regierungschefinnen hinter verschlossenen Türen beschlossen wird. Die europäischen Parlamentswahlen sind ein Nebengeschäft.

    Die EU als undemokratisches Bürokratiemonster, intransparent, wo sich machtbewusste Parteifreundinnen gutbezahlte Jobs zuschanzen. Wer das glauben will, sieht sich dank der Amtsführung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigt.

  • Alles bereit für die Wiederaufnahme von  Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU

    Alles bereit für die Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU

    Nach dem Schweizer Bundesrat haben auch die 27 EU-Mitgliedstaaten grünes Licht gegeben für den Start der bilateralen Verhandlungen mit der Schweiz.

    (mehr …)
  • Das EU-Parlament stimmt für eine Lockerung der Gentech-Regeln für Saatgut

    Das EU-Parlament stimmt für eine Lockerung der Gentech-Regeln für Saatgut

    Das EU-Parlament hat

    weniger strengen Regeln zugestimmt für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Neue Gentechnik-Verfahren erlauben Züchtungen von Pflanzen, die auch durch herkömmliche Methoden wie Selektion hätten entstehen können. Der Landwirtschaft sollen so rascher Pflanzen zur Verfügung stehen, die widerstandsfähiger sind gegen Schädlinge oder besser mit Klimaveränderungen zurechtkommen.

    Warnende Stimmen aus dem links-grünen politischen Lager im EU-Parlament fanden keine Mehrheit.