Kategorie: EU | Politik

Politisches analysiert

  • Künstliche Intelligenz: EU-Parlament fordert Gesetz mit Zähnen

    Künstliche Intelligenz: EU-Parlament fordert Gesetz mit Zähnen

    Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und in den Köpfen der Abgeordneten des EU-Parlamentes.

    Dieses hat einen wichtigen Schritt gemacht, das weltweit erste Gesetz zu verabschieden, das der Anwendung von Künstlicher Intelligenz einen verbindlichen, rechtlichen Rahmen geben will.

    Dabei zeigt sich, dass die Volksvertreterinnen und Volksvertreter im EU-Parlament auf ein KI-Gesetz pochen, das scharfe Zähne hat.

    Update :

    Die Schweiz 🇨🇭 tut sich damit eher schwer: Künstliche Intelligenz – SP warnt vor «demokratischem Desaster», Mitte-rechts will nichts überstürzen

  • Umweltpolitik: Die Rechte im EU Parlament rudert beim Green Deal zurück

    Umweltpolitik: Die Rechte im EU Parlament rudert beim Green Deal zurück

    Die EU müssen aufpassen, beim Klimaschutz den Karren nicht zu überladen, gab unlängst der belgische Premier zu bedenken.

    Hunderte Gesetzes-Anpassungen wurden in den letzten vier Jahren in der EU beschlossen, um den Klimaschutz in Europa zu stärken.

    Aber jetzt, da es darum geht, das politisch Beschlossene, verbindlich umzusetzen werden immer mehr Stimmen laut, die eine Pause fordern. Der belgische Premier Alexander de Croo der Liberalen, sein Parteifreund Emmanuel Macron in Frankreich fordern das , aber auch der Vorsitzende der grössten Partei im EU-Parlament, Manfred Weber von den Europäischen Volkspartei.

    Ein Jahr vor den belgischen und europäischen Parlamentswahlen scheint die politische Rechte beim heiss debattierten Klimaschutz plötzlich kalte Füsse zu bekommen.

  • EU-Parlament will ein strenges Lieferketten-Gesetz

    Alle Unternehmen, die Produkte in der EU verkaufen wollen, müssen künftig nachweisen, dass diese im Einklang mit Menschenrechten und der Umwelt hergestellt wurden.

    Das EU-Parlament will das in einem strengen Lieferketten-Gesetz so vorschreiben. Zahlreiche Christ-Demokraten und Liberale scheiterten mit ihrem Versuch, in letzter Minute das Gesetz zu verwässern.

    Das neue europäische Liefer-Ketten-Gesetz sieht vor, dass Firmen in der EU etwa für Kinder- oder Zwangsarbeit oder für Umweltverschmutzung ihrer internationalen Lieferanten verantwortlich sind. Geplant ist auch, dass Unternehmen vor europäischen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden können.

    Die Zeit von freiwilligen Vorgaben an Unternehmen sei vorbei, sagte die niederländische Verhandlungs-Führerin, Lara Wolters von der Sozialdemokratischen Partei. Jetzt gelte es ernst.

    Über die Ziellinie brachte sie den Gesetzes-Text, weil sie über Monate mit allen grossen Parteien im Parlament Kompromisse schmieden konnte.

    Twitter Nachricht von Lara Wolters vom 1. Juni 2023

    Trotzdem war die Abstimmung knapp; weil vor allen die grosse Fraktion der Deutschen Christdemokraten völlig überraschend kurz vor der Schluss-Abstimmung das Gesetz zurückweisen wollten. Die EU schaffe mit dem Lieferketten-Gesetz ein Bürokratie-Monster.

    Nun müssen Parlament und Mitgliedstaaten sich auf einen gemeinsamen Kompromiss einigen. Bis Ende Jahr soll das gelingen.

    Einmal in Kraft, trifft das Gesetz auch Firmen in der Schweiz oder aus anderen Drittstaaten, sofern diese ihre Produkte in der EU verkaufen wollen, direkt an Private oder als Zulieferer an Unternehmen.

  • Begegnung im EU-Parlament: Der Arzt von Lampedusa, Pietro Bartolo

    Begegnung im EU-Parlament: Der Arzt von Lampedusa, Pietro Bartolo

    Im Europäischen Parlament sitzen 705 Berufspolitikerinnen aus 27 Ländern, gewählt für fünf Jahre.

    Sie haben sich in sieben politischen Familien versammelt – von ganz rechts bis ganz links. Sie verabschieden Gesetze in 24 Amtssprachen.

    Im Europäischen Parlament sitzen aber auch Menschen, die eigentlich keinen Platz in diesem Plenum haben.

    Pietro Bartolo ist so einer. 

    Quelle: Rendez vous, SRF, Januar 2023.
    EP Plenary session – Key debate – The need for a European solution on asylum and migration including search and rescue

    Es freut mich, dass dieser Beitrag für den Medienpreis Civis 2023 nominiert wurde. Preisverleihung ist am 6. Juni 2023 in Berlin.

  • Die EU rüstet militärisch und politisch auf

    Die EU rüstet militärisch und politisch auf

    Jede Entscheidung hat ihre symbolische Bedeutung.

    Das dänische Parlament hat mit einer breiten Mehrheit für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Verteidigungsagentur gestimmt. Dänemark war das einzige EU-Land, das dieser 2004 gegründeten Koordinierungsstelle für Verteidigungszusammenarbeit in Europa nicht angehörte.

    Ausserdem will Dänemark künftig an der Kooperationsplattform Pesco teilnehmen, über die gemeinsame Militärprojekte von EU-Staaten organisiert werden.

    Am gleichen Tag geben die 27 EU-Staats- und Regierungschefs grünes Licht für ein breit aufgelegtes Aufrüstungsprogramm, bei welchem die Europäische Verteidigungsagentur eine zentrale Rolle spielen wird.

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  • Deutschlands Regierung nervt in Brüssel

    Deutschlands Regierung nervt in Brüssel

    Am EU-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs hievt sich ein Thema auf die Agenda, das in diesem Kreis eigentlich nichts verloren hat.

    Es geht um das Verbot, ab 2035 neue Benzin-Autos in der EU zu verkaufen, das Deutschland plötzlich in Frage stellt, obwohl das schon längst beschlossen war.

    Die Regierung Deutschlands exportiert ein innenpolitisches Problem nach Brüssel. Darum reagieren die anderen EU-Staaten zunehmend genervt.

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