Es gibt keinen Grund, die rassistischen Gesänge auf Sylt zu verharmlosen.
(mehr …)Kategorie: Zahlen | Fakten
Hilfreiches Hintergrundwissen dokumentiert
-
Ohne Zuwanderung sieht Europa alt aus
Deutschlands Bundesamt für Statistik hat interessante Zahlen veröffentlicht zur Bevölkerungsentwicklung in Europa/EU.
Im Januar 2023 lebten 451,4 Millionen Menschen in der EU.
Bis in 50 Jahren (2070) steigt der Anteil der Menschen, die älter als 65 Jahre sind, in der EU auf rund 30 Prozent (2023 = 21 Prozent).
Die derzeitige Nettozuwanderung (Zuwanderung minus Abwanderung) von durchschnittlich 1,2 Millionen Menschen pro Jahr hat auf die Alterung kaum einen Einfluss. Auch mit einem Drittel mehr Zuwanderung liesse sich die Alterung der Bevölkerung nur leicht dämpfen.
Bei gleichbleibender Zuwanderung von netto 1,2 Millionen Personen jährlich wird die Zahl der Einwohner bis zum Jahr 2070 auf 432,2 Millionen Menschen sinken (-20 Millionen Einwohner).
Ohne Nettozuwanderung wird die Bevölkerung der EU auf 358 Millionen Menschen schrumpfen bis 2070 (-100 Millionen Einwohnerinnen; minus 2 Millionen Einwohner pro Jahr…)
-

Nicht in Europa: «It’s the economy, stupid…»
Man könnte erwarten, dass bei den Europawahlen die pro-europäischen Kräfte guter Dinge sein könnten.
- Die Klimapolitik ist vorbildlich
- Ein Asyl- und Migrationsabkommen ist geschlossen
- Die Pandemie ist wirtschaftlich fast verdaut
- Die Arbeitslosigkeit ist so tief wie kaum je zuvor in Europa.
Trotzdem sollen die euro-skeptischen, rechts-populistischen Parteien zulegen. Verkehrte Welt in der EU.
Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist im April 2024 auf ein Rekordtief gefallen. Sie sank nach Angaben des EU-Statistikamts Eurostat auf 6,4 Prozent, nachdem sie seit Jahresbeginn bei 6,5 Prozent gelegen hatte.
Meldung der Nachrichtenagentur ReutersTiefe Arbeitslosigkeit in der EU (Eurostat)
Die Jugendarbeitslosigkeit ist aber immer noch deutlich höher als die ‘normale’ Arbeitslosigkeit.

-
Endlich installiert Europa viele Solarpanels

Gemäss den neusten Marktzahlen der Branchen-Organisation Solar Power Europe haben die EU-Länder im letzten Jahr eine rekordhohe Anzahl von Solar-Panels installiert. Vor allem in Deutschland wurden viele Solarkraft-Anlagen installiert.
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, sagt am WEF 2023 in Davos, im vergangenen Jahr 2023 habe die EU erstmals mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt als aus Gas. Und im 2024 werde man erstmals insgesamt mehr Energie aus Windkraft und Photovoltaik beziehen als aus Russland. “Das sind gute Neuigkeiten”, sagte von der Leyen.
Sie verwies zudem darauf, dass nach jüngsten Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) das Kapazitätswachstum bei erneuerbaren Energien in der Europäischen Union 2023 einen weiteren Rekordwert erreicht habe. Zugleich sei Effizienz des Energieverbrauchs um fast fünf Prozent gestiegen.
Als Hintergrund der Entwicklungen nannte von der Leyen insbesondere die Bemühungen, sich von der Abhängigkeit von Russland zu lösen.
-
Co2-Ausstoss Schweiz: grüner Schwindel
Faktisch stossen Schweizerinnen und Schweizer nicht 4,1 Tonnen CO₂ aus, sondern 13,7.
Andreas Diekmann, emeritierter Professor der ETH Zürich und Seniorprofessor an der Universität Leipzig. Co-Leiter des Umweltpanels in Deutschland. In: Tagesanzeiger, 10.1.2024“[Die Schweiz] ist – zusammen mit Schweden – scheinbar der europäische Musterknabe bei den Pro-Kopf-Emissionen. Mit rund 4 Tonnen CO₂ pro Kopf und Jahr liegt sie nicht nur weit unter dem europäischen, sondern auch unter dem Weltdurchschnitt.
Bei konsumbasierter Berechnung sind die Pro-Kopf-CO2-Emissionen der Eidgenossenschaft um sagenhafte 231 Prozent höher im Vergleich zu der üblichen Statistik, die wir immer wieder aus den Medien erfahren.
Faktisch stossen die Schweizerinnen und Schweizer also nicht im Durchschnitt 4,1 Tonnen Klimagas aus, sondern 13,7 Tonnen. Es wäre doch unfair, wenn der fossile Anteil der im Ausland produzierten Autos, iPhones und der vielen schönen anderen Dinge, die unseren Alltag bequemer machen, dem exportierenden Land angerechnet wird. “
-

Wird das Gas knapp, kaufen Europäer mehr Kerzen
Eurostat meldet einen erhöhten hohen Einkauf von Kerzen, vor allem in Deutschland im Jahre 2022. Rund ein Drittel mehr Kerzen wurden gekauft, im Vergleich zum Jahr 2021.
Wir erinnern uns: 2022 war das Jahr mit knapper Gasversorgung und steigenden Preisen.
Jetzt wissen wir: Die Suppe wurde offenbar häufiger mit Kerzenlicht gegessen.
Romantisch, nicht?
