Kategorie: Zahlen | Fakten

Hilfreiches Hintergrundwissen dokumentiert

  • Cleantech ‘Made in Europa’ ist nicht realistisch

    Bei der Produktion von Solarpanelen ist alles verloren – an China-, anderswo sieht es besser aus…

    Der Think Tank Bruegel hat verdientermassen hinter die Schlagzeilen geblickt.

    Die EU-Kommission gibt sich ja vor, dass die EU im Cleantech-Sektor einen neuen industriellen Aufschwung erleben darf.

    Das Gesetz will Investitionen anregen und bessere Bedingungen für den Cleantech-Markt in Europa schaffen. Bis 2030 soll die EU mindestens 40 % ihres jährlichen Bedarfs an sauberen Technologien selbst decken können. So werden die Klima- und Energieziele der EU für 2030 und das Klimaneutralitätsziel für 2050 erreichbarer. Die europäische Wirtschaft wird wettbewerbsfähiger, hochwertige Jobs entstehen – und die EU wird in puncto Energie unabhängiger.

    EU-Kommission

    Die liberalen Ökonomen halten diese pauschale Vorgabe für unsinnig, denn je nach Sektor sind die Vorgaben nie zu erreichen oder dann viel zu wenig ambitioniert.

    Hier mehr:

    https://datawrapper.dwcdn.net/0r6dT/4/
  • Think Tank Lektüre: Kommt das EU-Mercosur Freihandelsabkommen nun doch noch?

    Mehr als 20 Jahre lang verhandelte die EU mit dem Mercosur-Staaten (Südamerika) über ein Freihandelsabkommen.

    Bis heute liegt es auf Eis.

    Die geopolitischen Verwerfungen, die Suche nach weniger Abhängigkeit von China als Produktionsstandort und Rohstofflieferant, hat in der EU wieder eine Debatte lanciert, ob das Mercosur-Abkommen wieder auferstehen könnte.

    Benedetta Milani vom Think Tank Europeum kommt in einer interessanten Analyse zum Schluss, dass die Voraussetzungen gut sind, das Abkommen doch noch einmal in Kraft zu setzen.

    Allerdings sind die Herausforderungen enorm, zumal nur ein revidiertes Abkommen, erweitert um tiefgreifende Umweltstandards, das Abkommen retten könnte.

    Der Regierungswechsel zu Lula da Silva in Brasilien könnte unterstützend wirken. Allerdings sei letztlich alles abhängig von der künftigen China-Politik der EU.

    To maintain high levels of food and energy security the EU is now focusing on
    other prosperous countries, such as Brazil, Argentina, Paraguay and Uruguay, that
    jointly formed the regional customs union of Mercosur. […]

    Hence, if the EU intends to adopt a fair and sustainable conduct for the use of the
    raw materials in Latin America, especially in the Amazon Forest, it needs to
    normalize its relationship with other superpowers present in the region, such as
    China, to ensure the correct usage of the natural resources, and prevent their
    depletion. However, the question is if the two actors will be able to put aside their
    rivalries to safeguard Amazonia and their food security.

    THE EU-MERCOSUR TRADE AGREEMENT, WILL IT EVER REACH A GREEN END? Benedetta Milani, Europeum

    Im zweiten Halbjahr 2023 wird Spanien die EU-Ratspräsidentschaft inne haben. Der Mercosur-Handelsvertrag soll ein Schwerpunkt Spaniens in der EU werden.

  • Fakten: Militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung der Ukraine

    Fakten: Militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung der Ukraine

    Das Institut für Weltwirtschaft Kiel hat einen Ukraine Support Tracker eingerichtet.

    Dieser stellt dar, wie rund 40 Länder die Ukraine unterstützt.

    Objektive Informationsquellen sind immer gut.

    Der Ukraine Support Tracker erfasst systematisch den Wert der Unterstützung, die Regierungen von 40 westlichen Ländern der Ukraine zugesagt haben – derzeit ab dem 24. Januar 2022 bis 24. Februar 2023. Erfasst sind militärische, finanzielle und humanitäre Hilfen, die öffentlich bekannt sind.

    IfW Kieler Institut für Weltwirtschaft

    Soviel sei verraten: Im Vergleich zur ihrer wirtschaftlichen Stärke, steht die Schweiz bei der finanziellen und humanitären Hilfe nicht so gut da…

  • Schweden ist nicht die Schweiz. Die Zahlen.

    Schweden ist nicht die Schweiz. Die Zahlen.

    Alle sechs Monat wechselt das Präsidium im Rat der EU-Staaten.

    Im ersten Halbjahr 2023 koordiniert und präsidieren Schwedische Politikerinnen und Diplomaten die EU-Sitzungen im Rat.

    Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat – auch aus der Perspektive der Schweiz.

    Darum hat das europäische Statistikamt Eurostat ein paar interessante Zahlen zusammengetragen.

  • Arbeiten? Arbeitnehmende bleiben in Europa lieber daheim

    Arbeiten? Arbeitnehmende bleiben in Europa lieber daheim

    Vor der Corona-Pandemie arbeitete ein EU-Bürger im Homeoffice, während 20 Kolleginnen sich im Büro hinter die Arbeit klemmten, also ca. 5 Prozent.

    Während und nach der Pandemie ist das anders.

    (mehr …)
  • Längere Laufzeiten: Umweltbewusste AKW- Gegner sollten applaudieren!

    Gelegentlich gilt es komplizierte Entscheidungen zu fällen – für das Gewissen.

    Belgiens und Deutschlands Regierung haben beschlossen, je zwei AKW länger am Netz zu halten, als vorgesehen.

    Tihange 3 and Doel 4 in Belgien und Neckarwestheim 2 and Isar 2 blieben am Netz. Darum sinkt der Gasverbrauch in der EU (oder in diesen beiden Ländern um 5.71 bcm/Jahr (Daten: Bruegel).

    Fürs Klima ist das eine gute Nachricht, weil damit auch viel Co2 eingespart wird.

    Gelegentlich gilt es, sich für das kleinere Übel zu entscheiden, so schwer es einem fällt.