Schlagwort: Europa

  • “Bilaterale III” mal anders verstehen: Der Chat zum Schmunzeln, aber lehrreich

    Die Schweiz und die EU haben ein neues Vertragspaket ausgehandelt, um die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Dieses Paket sichert den Marktzugang, fördert die Zusammenarbeit in wichtigen Bereichen wie Strom und Forschung und enthält gleichzeitig Schutzmechanismen zur Wahrung der Schweizer Interessen und Souveränität.

    Die Informationen aus den langen, formellen Berichten werden in einen lockeren Chat-Dialog zwischen zwei fiktiven Personen, “Lea” und “Noah”, umgewandelt, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz.

    Die Amtssprache wird in eine jugendgerechte, prägnante Chatsprache mit Emojis, kurzen Sätzen und direkten Fragen/Antworten übersetzt. Fachbegriffe wie “Unionsbürgerrichtlinie” oder “Mutual Recognition Agreement” werden umschrieben oder in einfachen Worten erklärt (z.B. “Regeln für EU-Bürger hier” oder “dass unsere Produkte in der EU ohne neue Prüfung verkauft werden können”).

    Das ist das Ergebnis:

    Chat-Protokoll: Bilaterale III

    Bilaterale III for Dummies: Was du über die neuen EU-Verträge wissen musst

    Die Schweiz und die EU haben ein neues, riesiges Vertragspaket ausgehandelt. Aber was heisst das für uns? Droht ein EU-Beitritt durch die Hintertür oder sichern wir damit unseren Wohlstand? Noah und Lea klären im Chat die wichtigsten Fragen.

    Lea

    Noah, hilf mal! Überall lese ich was von neuen EU-Verträgen. Checke nur Bahnhof. 🤯

    Noah

    Haha, ging mir auch so. Ist ein riesen Paket. Nennt sich Bilaterale III, quasi.

    Lea

    Ok, und wieso der ganze Stress? Läuft doch gut so, oder?

    Noah

    Naja, nicht ganz. Die alten Verträge bröckeln. Wenn wir nichts machen, könnte das die Schweiz bis 2045 über 500 Milliarden Franken kosten. 😱

    Lea

    WHAT?! 500 Milliarden? Das ist ja fast ein halbes Jahres-BIP! 😳

    Noah

    Jep. Und Jobs wären auch weg. Vor allem weil Firmen dann Mühe hätten, Fachkräfte zu finden.

    Lea

    Ok, krass. Aber heisst das, wir müssen jetzt alles von der EU schlucken? Stichwort Zuwanderung?

    Noah

    Guter Punkt. Da ändert sich was, aber es gibt Absicherungen. Z.B. bekommen EU-Bürger nur ein Daueraufenthaltsrecht, wenn sie hier arbeiten. Wer nur von Sozialhilfe lebt, kriegt das nicht.

    Lea

    Und was ist mit kriminellen Ausländern? Die können wir schon noch rausschmeissen?

    Noah

    Ja, safe. Die Regeln für die Ausschaffung bleiben wie sie sind. Das hat die Schweiz extra so ausgehandelt.

    Lea

    Puh, ok. Und der Lohnschutz? Der ist mir mega wichtig.

    Noah

    Mir auch! Der bleibt. Das Prinzip “gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort” gilt weiterhin. Und die Kontrollen durch Gewerkschaften und Kantone auch.

    Lea

    Also keine Lohndrückerei durch Firmen aus der EU?

    Noah

    Genau das soll verhindert werden. Die müssen sich an unsere Regeln halten. Es gibt sogar eine Klausel, die sagt, dass wir keine EU-Regeln übernehmen müssen, die unseren Lohnschutz schwächen würden.

    Lea

    Klingt fast zu gut. Was ist der Haken? Was müssen wir dafür geben?

    Noah

    Wir zahlen einen Beitrag an die EU, um die wirtschaftlichen Unterschiede dort zu verringern. Nennt sich Kohäsionsbeitrag. Sind so 350 Mio. pro Jahr.

    Lea

    350 Millionen… ist schon viel Geld. 🤨

    Noah

    Stimmt. Aber wenn du die 500 Milliarden Verlust dagegen rechnest… Und Norwegen zahlt z.B. mehr, obwohl deren Wirtschaft kleiner ist.

    Lea

    Ok, fair enough. Gibt’s auch was Neues, das uns direkt was bringt?

    Noah

    Jep, ein Stromabkommen! ⚡️ Das soll die Versorgung im Winter sichern und die Strompreise eher tief halten.

    Lea

    Ah, das ist gut. Nie wieder Angst vor Strommangel im Winter. 😂

    Noah

    Hoffentlich! Und unsere Forscher können wieder voll bei den EU-Programmen mitmachen. Das ist mega wichtig, damit die besten Köpfe hierbleiben und nicht ins Ausland gehen.

    Lea

    Stimmt, ‘Brain Drain’ und so. Hab ich gehört.

    Noah

    Genau. Und noch was Wichtiges: Die ganze Sache mit den ‘fremden Richtern’.

    Lea

    Oh ja, das Schreckgespenst! Entscheidet jetzt der EuGH über uns?

    Noah

    Nein. Bei Streit gibt’s ein Schiedsgericht, das mit Leuten von uns und der EU besetzt ist. Nur wenn es um die Auslegung von EU-Recht geht, wird der EuGH gefragt. Aber den Fall entscheidet immer das Schiedsgericht.

    Lea

    Und was ist mit der Übernahme von EU-Gesetzen? Passiert das automatisch?

    Noah

    Never! Das ist der Knackpunkt. Die Schweiz entscheidet immer noch selber. Das Parlament und am Schluss wir, das Volk, können per Referendum Nein sagen.

    Lea

    Also unsere direkte Demokratie bleibt unangetastet? 🇨🇭

    Noah

    Genau. Das war die rote Linie für den Bundesrat.

    Lea

    Ok, langsam sehe ich klarer. Ist also ein Kompromiss. Wir sichern unseren Wohlstand, müssen dafür aber in gewissen Bereichen mit der EU enger zusammenarbeiten.

    Noah

    Exakt. Ein Deal halt. Besser als der langsame Zerfall der Bilateralen, oder?

    Lea

    Ja, das schon. Danke für die Nachhilfe! 👍

    Noah

    Gern geschehen! 😉

    Quellen: DE Medienrohstoff – Zusammenfassung Studien Volkswirtschaftliche Auswirkungen.pdf, DE Erläuternder Bericht.pdf, DE Medienmitteilung.pdf

  • Die EU rüstet militärisch und politisch auf

    Die EU rüstet militärisch und politisch auf

    Jede Entscheidung hat ihre symbolische Bedeutung.

    Das dänische Parlament hat mit einer breiten Mehrheit für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Verteidigungsagentur gestimmt. Dänemark war das einzige EU-Land, das dieser 2004 gegründeten Koordinierungsstelle für Verteidigungszusammenarbeit in Europa nicht angehörte.

    Ausserdem will Dänemark künftig an der Kooperationsplattform Pesco teilnehmen, über die gemeinsame Militärprojekte von EU-Staaten organisiert werden.

    Am gleichen Tag geben die 27 EU-Staats- und Regierungschefs grünes Licht für ein breit aufgelegtes Aufrüstungsprogramm, bei welchem die Europäische Verteidigungsagentur eine zentrale Rolle spielen wird.

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  • Zum Geburtstag 65 Jahre Europafahnen 🇪🇺

    Zwölf Sterne, kreisförmig dargestellt.

    Blauer Hintergrund.

    :flag-eu:

    Geburtstag.

    65 Jahre.

    🇪🇺

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  • Im Vergleich zur EU ist die Schweiz unterdurchschnittlich

    Im Vergleich zur EU ist die Schweiz unterdurchschnittlich

    Deutschland hat dreimal so viele Journalisten wie die Schweiz. Das zeigt ein Vergleich des europäischen Statistik-Amtes Euro-Stat.

    Interessant, dass Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland, mit denen sich die Schweiz häufig und gerne statitisch vergleicht, mehr Journalisten beschäftigen.

  • Verhandlungen EU-UK: Jeder Begriff hat seine Bedeutung…

    Verhandlungen EU-UK: Jeder Begriff hat seine Bedeutung…

    Am 2. März 2020 beginnen die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich, bei welchen eine neue Partnerschaft ausgehandelt werde soll.

    Das Vereinigte Königreich ist am 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten, was in einem ersten Vertragswerk mündete (Austrittsabkommen), das erst nach jahrelangen Verzögerungen in Kraft treten konnte.

    Es stehen intensive und schwierige Verhandlungen bevor, die zudem unter grossen Zeitdruck stehen. Bis Ende Jahr muss alles fertig verhandelt und in ordentliches Recht übertragen sein, um einen vertragslosen Zustand zu verhindern.

    Diese Begriffe sollten Sie kennen, um den «Verhandlungs-Jargon» entziffern zu können:

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  • Brexit: Im Auge von Damien Carême, Grande-Synthe, Ärmelkanal

    Brexit: Im Auge von Damien Carême, Grande-Synthe, Ärmelkanal

    Ende Monat tritt das Vereinigte Königreich aus der Europäischen union aus.

    Kein Moment zum Feiern, aus europäischer Sicht.

    Aber der richtige Moment auf die Folgen des Brexit für Europa zu blicken, mit Damien Carême

    Im le ‘Bon-Café’, vis-à-vis des Europa-Parlamentes in Bruxelles nimmt der Grüne franzöische Politiker Platz.

    Er war der viele Jahre Bürgermeister von Grande-Synthe bei Dunkerque, am Ärmelkanal, mit Blick auf die britischen Inseln.

    Dort lebt er immer noch und muss jeden Tag beobachten, wie Flüchtlinge versuchen, um jeden Preis doch noch einen Weg nach Grossbritannien zu finden.

    Quelle: SRF, Sendung Rendez vous vom 29.Januar 2020