Schlagwort: Internet

  • Europäische Union büsst «X» mit 120 Mio Euro

    Europäische Union büsst «X» mit 120 Mio Euro

    Der Kurznachrichten-Dienst “X” wird wegen drei Verstössen gegen den Digital Services Act der EU mit 120 Millionen Euro gebüsst.

    X nutzt ein trügerisches Design: Mit einem speziellen blauen Label wird bei den Nutzern suggeriert, bestimmte Konten des Dienstes würden als besonders glaubwürdig eingestuft.

    Die Untersuchungen der europäischen Aufsichtsbehörde ergab nun aber, dass dem nicht so ist. X gewährt zudem unabhängigen Forschenden keinen Zugang zu bestimmten Datenbanken, die ein Monitoring von Inhalten erlaubt, welche das EU-Gesetz vorschreibt. Dieses Monitoring würde Einblick gewähren, ob und wie X gegen Falsch-Informationen vorgeht.

    X verstösst auch gegen die Pflicht, Transparenz zu schaffen mit einer Werberegister-Datenbank. Dank einer solchen kann die Aufsichtsbehörde prüfen, nach welchen Kriterien Nutzerinnen mit personalisierter Werbung konfroniert werden und ob zum Beispiel politische Werbung vor Wahlen nationalen gesetzlichen Einschränkungen in Europa entsprechen.

    X hat nun 90 Tage Zeit, die Anpassungen vorzunehmen.

    Die Untersuchungen der EU gegen die Video-Plattform TikTok werden in einem ähnlichen Verfahren hingegen eingestellt. TikTok hat während der Untersuchungen der EU-Aufsichtsbehörde seine Praxis angepasst und technische Änderungen vorgenommen. Insbesondere geht es hier auch um das Einhalten von Transparenz-Vorschriften in Bezug auf personalisierte Werbung oder in Bezug auf das Entfernen von Falsch-Informationen von der Plattform.

    Gegen beide Internet-Anbieter laufen noch weitere Verfahren wegen Verstössen gegen den Digital Services Act der EU.

    Mit dieser ersten Millionen-Busse gegen X macht die EU-Behörde auch klar, dass sie sich von Drohungen der US-Regierung nicht verunsichern lassen will, geltendes EU-Recht im digitalen Binnenmarkt durchzusetzen.

    US-Präsident Trump hatte der EU mehrfach mit zusätzlichen, sachfremden Strafzöllen gedroht, sollte die EU ihre Gesetze nicht aufheben und US-Tech-Konzerne verurteilen. Die Antwort aus Brüssel auf solche Drohgebärden ist seit heute unmissverständlich.

  • 1.2 Milliarden Euro Busse gegen den Facebook Konzern Meta – noch fast ohne Folgen

    1.2 Milliarden Euro Busse gegen den Facebook Konzern Meta – noch fast ohne Folgen

    Gegen den Facebook Konzern Meta verhängt die irische Datenschutzbehörde eine hohe Busse. Der Internetkonzern schützt die Daten seiner europäischen Kunden unzureichend. Hintergrund ist ein fehlendes Daten-Transfer-Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.

    (mehr …)
  • EU-Kommission zieht Urteil zu Apple weiter

    Twitter Nachricht der liberalen Vizepräsidentin der EU-Kommission für Wettbewerbsfragen

    Apple profitiert in Irland von extrem tiefen Steuern.

    Die EU-Wettbwerbsbehörde ist der Auffassung, dass das unzulässe Staatsbeihilfen Irlands sind.

    Irland müsse 13 Mrd. € von Apple einfordern.

    Irland weigert sich. Apple klagte vor dem europäischen Gericht.

    Dieses gab Irland recht.

    Nun muss aber die oberste Instanz – der EuGH, der Europäische Gerichtshof, abschliessend entscheiden.

    Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis dieser Fall juristisch geklärt sein wird.

  • Steuerrabatt für Apple: Ein Urteil, das eine politische Antwort erfordert

    Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbs-Kommissarin, politisch im liberalen Lager agierend, hat verloren.

    Das EU-Gericht kommt in einem wegweisenden ersten Urteil zum Schluss, dass der Computer-Konzern Apple in Irland nach geltendem Recht ordentlich besteuert wird.

    Die EU-Wettbewerbs-Kommission hatte 2016 Irland aufgefordert bei Apple 13 Milliarden Euro Steuern nachzufordern.

    Apple profitiere zu Unrecht von Steuerermässigungen, werde sogar gegenüber anderen Konzernen steuerlich bevorteilt, so die EU-Kommission.

    Irland und Apple klagten daraufhin gemeinsam beim Europäischen Gericht gegen diese Verfügung.

    Das EU-Gericht gibt ihnen nun recht.

    (mehr …)
  • EU-Wettbewerbsbehörde büsste Google zum 3. Mal mit Folgen

    EU-Wettbewerbsbehörde büsste Google zum 3. Mal mit Folgen

    Busse für Google wegen Marktmissbrauch | Echo der Zeit, 20. März 2019