Schlagwort: Klimapolitik

  • 9 Fragen und 9 Antworten zur umstrittenen Abstimmung «Gesetz zur Wiederherstellung der Natur» im EU-Parlament

    Was will die EU mit dem «Gesetz zur Wiederherstellung der Natur» erreichen?

    Das Gesetz wurde am 22. Juni 2022 von der Europäischen Kommission präsentiert. Es hat zum Ziel, dass die EU-Staaten bis 2030 Massnahmen umsetzen, damit 20 Prozent der Land- und Seefläche der EU wieder in einem natürlichen Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere hergestellt wird. Es bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf bestehende Naturschutzgebiete. Teilweise zerstörte Öko-Systeme in diesen Schutzgebieten sollen gerettet werden, indem etwa trockengelegte Moore vernässt werden oder Wälder aufgeforstet werden. Auch Städte sollen stärker begrünt werden. EU-weit soll es auch wieder 25.000 Kilometer frei fliessende Gewässer geben. Ziel ist es, das voranschreitende Artensterben in Europa zu mindern. Die EU hat sich im UNO-Biodiversitäts-Abkommen dazu verpflichtet.

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  • EU-Parlament stimmt mit knapper Mehrheit für Naturschutzgesetz

    EU-Parlament stimmt mit knapper Mehrheit für Naturschutzgesetz

    In einer sehr umstrittenen Abstimmung stimmt das EU-Parlament für einen Gesetzesvorschlag zum verstärkten Schutz von Naturgebieten. Vor wenigen Wochen machte die grösste Partei im Parlament, die Europäische Volkspartei, eine Kehrtwende mit einem Antrag, das Gesetz an die EU-Kommission zurück zu weisen.

    9 Fragen und 9 Antworten zur umstrittenen Abstimmung «Gesetz zur Wiederherstellung der Natur» im EU-Parlament

    Voller Emotionen nahm die Mehrheit das Ergebnis der entscheidenden Abstimmung zur Kenntnis, verkündet von Roberta Metsola, der Präsidentin des EU-Parlamentes: Bei 648 Abstimmende, 312 Ja Stimmen, 324 Nein Stimmen, 12 Enthaltungen.

    Mit nur gerade 12 Stimmen mehr lehnte das Parlament den Antrag der Europäischen Volkspartei ab, das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur zurück zu weisen.

    Der Gesetzesvorschlag hat zum Ziel, 20 Prozent der Land- und Seefläche der EU zu renaturieren und bezieht sich ausschliesslich auf bestehende Naturschutzgebiete.

    Trotzdem protestierten die Ratsrechte zusammen mit Vertretern aus der Landwirtschaft seit Monaten gegen das Vorhaben zum höheren Schutz der Biodiversität. Das Gesetz gefährde die Lebensmittel-Versorgung in der Europa.

    Die EU-Kommission, unterstützt von Umweltorganisationen und einer breiten Mitte-Links-Koalition im Parlament, erklärten das Gesetz hingegen für notwendig, um den internationalen Verpflichtungen nachzukommen.

    Nun geht es in den kommenden Monaten darum, den finalen Gesetzestext mit den 27 EU-Staaten auszuhandeln. Erst dann kann das Gesetz allenfalls in Kraft treten.

  • Cleantech ‘Made in Europa’ ist nicht realistisch

    Bei der Produktion von Solarpanelen ist alles verloren – an China-, anderswo sieht es besser aus…

    Der Think Tank Bruegel hat verdientermassen hinter die Schlagzeilen geblickt.

    Die EU-Kommission gibt sich ja vor, dass die EU im Cleantech-Sektor einen neuen industriellen Aufschwung erleben darf.

    Das Gesetz will Investitionen anregen und bessere Bedingungen für den Cleantech-Markt in Europa schaffen. Bis 2030 soll die EU mindestens 40 % ihres jährlichen Bedarfs an sauberen Technologien selbst decken können. So werden die Klima- und Energieziele der EU für 2030 und das Klimaneutralitätsziel für 2050 erreichbarer. Die europäische Wirtschaft wird wettbewerbsfähiger, hochwertige Jobs entstehen – und die EU wird in puncto Energie unabhängiger.

    EU-Kommission

    Die liberalen Ökonomen halten diese pauschale Vorgabe für unsinnig, denn je nach Sektor sind die Vorgaben nie zu erreichen oder dann viel zu wenig ambitioniert.

    Hier mehr:

    https://datawrapper.dwcdn.net/0r6dT/4/
  • Deutschlands Regierung nervt in Brüssel

    Deutschlands Regierung nervt in Brüssel

    Am EU-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs hievt sich ein Thema auf die Agenda, das in diesem Kreis eigentlich nichts verloren hat.

    Es geht um das Verbot, ab 2035 neue Benzin-Autos in der EU zu verkaufen, das Deutschland plötzlich in Frage stellt, obwohl das schon längst beschlossen war.

    Die Regierung Deutschlands exportiert ein innenpolitisches Problem nach Brüssel. Darum reagieren die anderen EU-Staaten zunehmend genervt.

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  • Ich bin Wort des Jahres 2022: « Vélotafer »

    Wer mit dem Vélo zur Arbeit fährt, ist zumindest in Belgien voll im Trend.

    Berufs-Vélopendler sind auf Neu-französisch Vélotafer.

    Das ist in Belgien zum Wort des Jahres erkürt worden,

    Vélo dürfte klar sein, warum. Tafer kommt von « taf » = Arbeit.

    Das Wort stammt nicht aus der Rapper- oder Hiphop-Künstler-Szene, sondern wohl aus dem 19. Jahrhundert.

    https://www.lesoir.be/485421/article/2022-12-27/velotafer-est-le-mot-de-lannee-2022

  • Die EU beschliesst das Herzstück der Klimapolitik, den Co2-Grenzausgleichs-Mechanismus

    Die EU beschliesst das Herzstück der Klimapolitik, den Co2-Grenzausgleichs-Mechanismus

    Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf ein Herzstück der Klimapolitik einigen können.

    Mit einem Ausgleichssystem werden künftig EU-Unternehmen, die etwa Stahl, Zement oder Düngemittel produzieren, geschützt vor Wettbewerber in Drittstaaten, die keine Umweltauflagen zu erfüllen haben.

    Nur so besteht überhaupt ein Anreiz, in Europa in grüne Produktionstechnologien zu investieren.

    So funktioniert der Grenz-Ausgleichs-Mechanismus der EU.

    SRF, Rendez vous vom 13. Dezember 2022
    Quelle EU-Kommission