Die EU setzt sich beim Klimaschutz ein weiteres ambitioniertes Zwischenziel: Bis 2040 sollen die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen in Europa um mindestens 90 Prozent gesenkt werden. Wie realistisch ist der Vorschlag der EU-Kommission und was bedeutet das EU-Ziel für die Schweiz?
(mehr …)Schlagwort: Klimawandel
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Niederlande: Verseuchte Böden, ausgelaugte Politik
Mitten im Hafen von Rotterdam schwimmt ein Bauernhof. Das ist typisch für die niederländische Landwirtschaft. Sie vereint im gleichen Masse viel Innovationskraft und wenig Feingefühl dafür, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich eigentlich mehr Ökologie im Stall und mehr Bio auf dem Teller wünschen.

Die Floating Farm ist ein Versuchslabor. Die ganze Milch-Produktion ist technisch optimiert. 
Milch, Käse und Jogurt direkt vom schwimmenden Bauernhof in Rotterdams Hafen. 
Die Floating Farm im Hafen von Rotterdam. Keine Bio-Milchproduktion, aber effizient, platzsparend. Viele niederländische Betriebe können sich aber biologischen Landwirtschaft gar nicht leisten. Denn sie sind gefangen in einer Spirale, die ihnen immer mehr Ertrag und Rentabilität abverlangt. Die hohen Bodenpreise sind schuld.
Niemand kann das besser bezeugen als ein Bio-Milch-Bauer im Polderland, der alles richtigzumachen glaubt und trotzdem nicht weiss, ob er seine Betriebsbewilligung behalten kann. Denn seine Böden sind nach Jahren mit konventionellen Anbaumethoden ausgelaugt und enthalten zu viel Stickstoff.
Die Regierung von Langzeit-Premier Mark Rutte liess darum einen Rettungsplan für mehr Ökologie ausarbeiten. Es kam ihr aber nichts Besseres in den Sinn, als mit der Schliessung von Tausenden Bauernhöfen zu drohen, deren Böden besonders verseucht sind.

Anhem liegt an einem Seitenarm des Rheins. 
Die Provinz Gelderland ist besonders vom Stickstoffproblem in den niederländischen Böden betroffen. Das löste eine der grössten politischen Krisen in der niederländischen Politik aus, seit der Finanzkrise und der Corona-Pandemie. Neuwahlen sollen nun einen Ausweg weisen.
Vieles deutet darauf hin, dass die Wählerinnen und Wähler sie zum Anlass nehmen, für eine grundlegende Neuausrichtung in der niederländischen Politik zu sorgen.
Besonderen Zuspruch erhalten neu gegründete Parteien, die nichts weniger versprechen als einen neuen Gesellschaftsvertrag und eine Abkehr vom liberalen Wirtschaftsmodell der Niederlande.
Podcast der Sendung International von Radio SRF, Oktober 2023, Autor: Charles Liebherr -
Es ist heiss in Europa, so wie erwartet
[…] ce que nous voyons surtout aujourd’hui, ce n’est pas l’accélération, c’est le résultat de l’augmentation de la température globale depuis le début des rapports du Giec, parce qu’on ne l’a pas écouté.
Jean-Pascal van Ypersele (UCLouvain), Le Soir 16.7.23 -

Umweltpolitik: Die Rechte im EU Parlament rudert beim Green Deal zurück
Die EU müssen aufpassen, beim Klimaschutz den Karren nicht zu überladen, gab unlängst der belgische Premier zu bedenken.
Hunderte Gesetzes-Anpassungen wurden in den letzten vier Jahren in der EU beschlossen, um den Klimaschutz in Europa zu stärken.
Aber jetzt, da es darum geht, das politisch Beschlossene, verbindlich umzusetzen werden immer mehr Stimmen laut, die eine Pause fordern. Der belgische Premier Alexander de Croo der Liberalen, sein Parteifreund Emmanuel Macron in Frankreich fordern das , aber auch der Vorsitzende der grössten Partei im EU-Parlament, Manfred Weber von den Europäischen Volkspartei.
Ein Jahr vor den belgischen und europäischen Parlamentswahlen scheint die politische Rechte beim heiss debattierten Klimaschutz plötzlich kalte Füsse zu bekommen.
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Deutschlands Regierung nervt in Brüssel
Am EU-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs hievt sich ein Thema auf die Agenda, das in diesem Kreis eigentlich nichts verloren hat.
Es geht um das Verbot, ab 2035 neue Benzin-Autos in der EU zu verkaufen, das Deutschland plötzlich in Frage stellt, obwohl das schon längst beschlossen war.
Die Regierung Deutschlands exportiert ein innenpolitisches Problem nach Brüssel. Darum reagieren die anderen EU-Staaten zunehmend genervt.
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Güterverkehr auf Wasserwegen: Gut fürs Klima, aber vom Klimawandel bedroht
Drei Viertel alle Güter werden in der Europäischen Union auf der Strasse transportiert, nur sechs Prozent auf Wasserwegen.
Wenn der Güterverkehr seine klimaschädigenden Co2-Emissionen reduzieren will, muss sich das ändern. In den Benelux-Staaten und Nordfrankreich werden darum die historischen Wasserstrassen modernisiert, mit dem Ziel in den kommenden Jahren den Gütertransport von der Strasse aufs Wasser zu verlagern.
Europas Binnenschifffahrt: Mit voller Kraft zurück ins Mittelalter, Radio SRF, 1. Oktober 2022 Die Förderung der Binnenschifffahrt ist eine mögliche Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Gleichzeitig gefährdet der Klimawandel aber diese Transportwege.
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