Asylsuchenden, deren Gesuch abgelehnt wurde, sollen ihn Rückführungszentren ausserhalb der EU gebracht werden dürfen.
Das Europäische Parlament stimmte einer entsprechenden Verschärfung des Asylrechts zu.
Brisant ist das Votum, weil der Text nicht nur mit Unterstützung extremer Rechtsparteien angenommen wurde, sondern von Christdemokraten mit diesen auch eng abgestimmt wurde.
Die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hatten sich schon früher darauf geeinigt, die Möglichkeit von Rückführungs-Zentren in Ländern ausserhalb der EU zu schaffen. Nach der Abstimmung im EU-Parlament müssen sich die beiden Gesetzgeber nun auf eine gemeinsame Linie verständigen.
Um eine Verschärfung des Asylrechts wurde im EU-Parlament wochenlang gerungen. Die grössten pro-europäischen Parteien konnten sich nicht auf einen Text einigen.
Darum schwenkte die grösste Fraktion, die Europäische Volkspartei, um und suchte einen politischen Kompromiss auf der Gegenseite mit rechts-populistischen und rechts-extremen Parteien.
Recherchen der Deutschen Presse-Agentur machten publik, dass insbesondere die Deutschen Christ-demokraten, sich eng mit EU-Abgeordneten der AfD absprachen. Die EVP-Fraktion unter der Führung des deutschen CSU-Politikers Manfred Weber hatte zuvor immer beteuert, eine Zusammenarbeit mit Parteien wie der AfD auszuschliessen.
Ob die EU dereinst Rückführungs-Zentren in Drittstaaten erlauben wird, bleibt offen. Vor dem obersten Europäischen Gericht laufen mehrere Verfahren, welche die Frage klären müssen, ob Abschiebungen in Drittstaaten rechtlich überhaupt möglich sind.







