Schlagwort: Unternehmen

  • EU-Parlament will ein strenges Lieferketten-Gesetz

    Alle Unternehmen, die Produkte in der EU verkaufen wollen, müssen künftig nachweisen, dass diese im Einklang mit Menschenrechten und der Umwelt hergestellt wurden.

    Das EU-Parlament will das in einem strengen Lieferketten-Gesetz so vorschreiben. Zahlreiche Christ-Demokraten und Liberale scheiterten mit ihrem Versuch, in letzter Minute das Gesetz zu verwässern.

    Das neue europäische Liefer-Ketten-Gesetz sieht vor, dass Firmen in der EU etwa für Kinder- oder Zwangsarbeit oder für Umweltverschmutzung ihrer internationalen Lieferanten verantwortlich sind. Geplant ist auch, dass Unternehmen vor europäischen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden können.

    Die Zeit von freiwilligen Vorgaben an Unternehmen sei vorbei, sagte die niederländische Verhandlungs-Führerin, Lara Wolters von der Sozialdemokratischen Partei. Jetzt gelte es ernst.

    Über die Ziellinie brachte sie den Gesetzes-Text, weil sie über Monate mit allen grossen Parteien im Parlament Kompromisse schmieden konnte.

    Twitter Nachricht von Lara Wolters vom 1. Juni 2023

    Trotzdem war die Abstimmung knapp; weil vor allen die grosse Fraktion der Deutschen Christdemokraten völlig überraschend kurz vor der Schluss-Abstimmung das Gesetz zurückweisen wollten. Die EU schaffe mit dem Lieferketten-Gesetz ein Bürokratie-Monster.

    Nun müssen Parlament und Mitgliedstaaten sich auf einen gemeinsamen Kompromiss einigen. Bis Ende Jahr soll das gelingen.

    Einmal in Kraft, trifft das Gesetz auch Firmen in der Schweiz oder aus anderen Drittstaaten, sofern diese ihre Produkte in der EU verkaufen wollen, direkt an Private oder als Zulieferer an Unternehmen.

  • Auf Eis gelegt: Die EU-Digitalsteuer

    Auf Eis gelegt: Die EU-Digitalsteuer

    Die Europäische Union will ihre Pläne für die Einführung einer Digital-Steuer für Tech-Konzerne stoppen.

    Hintergrund ist der Beschluss der Finanzminister der G20 Staaten, eine globale Reform der Unternehmenssteuern mit einem Mindestsatz einzuführen. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

    (mehr …)
  • Gut zu lesen: Wie Amazon in der EU kaum Steuern bezahlt

    Gut zu lesen: Wie Amazon in der EU kaum Steuern bezahlt

    Die EU will mehr Transparenz schaffen, welches Unternehmen in welchem EU-Staat, wieviel Steuern bezahlt.

    Ikea, Apple, Amazon et. al. sind die bekannten Beispiele, die in diesem Zusammenhang häufig genannt werden.

    Der EU-Korrespondent Christoph Schmutz der NZZ zeigt exemplarisch, wie optimal Amazon seine Steuerrechnungen in Europa tief hält. (ev. kostenpflichtiger Artikel).

    Da zeigt sich der ehemalige Wirtschaftsprüfer hinter dem heutigen Journalisten…

    Das Radio ist für solche Analysen ein zu flüchtiges Medium. Zum Glück gibt es Zeitungsartikel, die das kompensieren helfen.

  • EU will neue Regeln für Unternehmenssteuern, wenn dann alle mitziehen wollen

    EU will neue Regeln für Unternehmenssteuern, wenn dann alle mitziehen wollen

    Mit einer neuen Strategie will die EU gegen Steuerflucht vorgehen.

    Dank einer Reihe von Gesetzes-Anpassungen soll ein einheitlicher Rahmen für Unternehmenssteuern in der EU geschaffen werden.

    Vor zehn Jahren nahm die EU-Kommission schon einmal einen solchen Anlauf und scheiterte kläglich.

    Diesmal soll es gelingen, weil international der Wind gedreht hat und sogar die USA bereit sind, globale Mindeststeuern für international tätige Konzerne zu akzeptieren.

    SRF, Echo der Zeit, 18. Mai 2021