Diese Darstellung der Fakten müssten die EU-Staaten extrem schmerzen. Sie stammt vom Schwedischen Aussenministerium (veröffentlicht anlässlich des EU-Aussenministertreffens vom 20.11.2025 in Bruxelles).

Europa ist Ansichtssache
Hilfreiches Hintergrundwissen dokumentiert

Diese Darstellung der Fakten müssten die EU-Staaten extrem schmerzen. Sie stammt vom Schwedischen Aussenministerium (veröffentlicht anlässlich des EU-Aussenministertreffens vom 20.11.2025 in Bruxelles).

Die Parlamentswahlen in Kanada enden mit einem knappen Sieg der Liberalen. Der ehemalige Notenbanker Mark Carney wird Premier.

Kanada steht wirtschaftlich vor grossen Herausforderungen. Nicht selbstverschuldet, sondern wegen der irrationalen Handelspolitik der USA.
Politisch wird das Land folgenreiche wirtschafts-politische Entscheidungen zu fällen haben.
Gesellschaftspolitisch wäre darum eine gemeine Regierung der beiden dominierenden Parteien, die Liberalen und die Konservativen, eine sinnvolle Option. Zumindest vorübergehend.
Diese politische Kompromiss-Kultur gibt es in Kanada aber nicht.

Die Länder Europas müssen (leider) wieder aufrüsten. Die geopolitischen Verwerfungen setzen dem Traum vom ewigen Frieden auf dem europäischen Kontinent ein Ende.
Der Angriffskrieg Russlands der gegen Ukraine war ein Weckruf. Der Machtwechsel in den USA beschleunigt den Kurswechsel.
Die EU-Kommission hat nun im Auftrag der EU-Staats- und Regierungschefs einen Plan vorgelegt, wie die EU-Staaten ihre Verteidigungsausgaben möglichst rasch und massiv aufstocken könnten:
Der Ökonom Daniel Gros (Director of the Institute for European Policymaking @ Bocconi University) macht nun einen interessanten Vorschlag für eine Alternative.
Ähnlich wie bei der EU-Finanz- und Schuldenkrise, sollen die EU-Staaten (und UK und Norwegen), in einer Koalition der Willigen ein Sonderfinanz-Mittel schaffen.
Damals war es die «Europäische Finanzstabilisierungsfazilität» EFSF, nun soll es eine «Europäische Sicherheitsfazilität» sein.
Das Instrument hätte gemäss Gros zahlreiche Vorteile:
«It would not be necessary to have all EU members on board. The fund could achieve a lending volume of over 500 billion euro already if only the four largest EU members and the Nordic countries participate.» (Gros, Policy Brief 2025)
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt in der Flexibiltät. Je mehr Länder sich daran beteiligen, desto grösser würde der Topf. Jedes Land müsste jedoch ‘nur’ bis maximal mit 5% seines BIP die Schulden absichern.
Gut möglich, dass sich die Aufregung für “gemeinsame europäische Schulden” als erneuter “Sündenfall” rasch wieder legt. Dann, wenn einfache eine Koalition von willigen Staaten entscheidet, gemeinsam voranzugehen und ineffizienten Debatten innerhalb des Clubs der 27 EU-Staaten aus dem Weg zu gehen.
Die Energiekrise in Europa wegen des Krieges von Russland gegen die Ukraine hat die europäische Debatte wieder beschleunigt, ob Atomkraft nicht doch wieder eine grosse Zukunft habe, um in der EU die steigende Nachfrage nach Strom zu befriedigen.
Wichtig wäre eine nüchterne Kosten-Nutzen-Betrachtung. Da sprechen die Fakten im Moment eher gegen die Atomenergie – aus Kostengründen.
Der Bau neuer Atomkraftwerke ist viel länger als zu Projektbeginn versprochen und die Kosten explodieren. Die Folge: Der aus AKW gelieferte Strom ist nicht konkurrenzfähig und kann nur durch staatlich Preisgarantien “gesenkt” werden. Die Kosten hat die Allgemeinheit zu tragen.
Die Zeitung Financial Times hat das in einer eindrücklichen Grafik dargestellt.


370 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und 720 Abgeordnete ins EU-Parlament zu wählen.
Die Europawahlen in 27 EU-Staaten haben auch Auswirkungen auf die Schweiz, obwohl diese bekanntlich nicht Mitglied im Club der 27 ist.
Quelle. Charles Liebherr und Radio SRF 6. Juni 2024
Es gibt keinen Grund, die rassistischen Gesänge auf Sylt zu verharmlosen.
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