Kategorie: EU | Belgium

  • Europas Binnenschifffahrt: Mit Volldampf zurück ins Mittelalter

    Europas Binnenschifffahrt: Mit Volldampf zurück ins Mittelalter

    Europas Wasserstrassen sollen wieder das werden, was sie vor hunderten Jahren waren: Der bevorzugte Gütertransportweg. Der Klimawandel hilft beim Umdenken.

    SRF International, 1. Oktober 2022

    Korrektur: Die EU-Klimaziele, der EU-Green-Deal, schreibt per Gesetz vor, dass die EU bis 2050 nicht mehr Co2 ausstossen darf, als diese absorbieren kann. In diesem Fall spielt das Referenzjahr keine Rolle. Netto Null ist Netto Null.

    Beim Zwischenziel 2030 nimmt sich die EU hingegen vor, ein Reduktionsziel von minus -55 Prozent zu erreichen – im Vergleich zu 1990.

    Das wurde in der hier verfügbaren Audio-Version korrigiert.

  • Güterverkehr auf Wasserwegen: Gut fürs Klima, aber vom Klimawandel bedroht

    Güterverkehr auf Wasserwegen: Gut fürs Klima, aber vom Klimawandel bedroht

    Drei Viertel alle Güter werden in der Europäischen Union auf der Strasse transportiert, nur sechs Prozent auf Wasserwegen.

    Wenn der Güterverkehr seine klimaschädigenden Co2-Emissionen reduzieren will, muss sich das ändern. In den Benelux-Staaten und Nordfrankreich werden darum die historischen Wasserstrassen modernisiert, mit dem Ziel in den kommenden Jahren den Gütertransport von der Strasse aufs Wasser zu verlagern.

    Europas Binnenschifffahrt: Mit voller Kraft zurück ins Mittelalter, Radio SRF, 1. Oktober 2022

    Die Förderung der Binnenschifffahrt ist eine mögliche Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Gleichzeitig gefährdet der Klimawandel aber diese Transportwege.

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  • Prozess gegen Attentäter der Terror-Anschläge in Brüssel von 2016 verschoben

    Das belgische Justizministerium leistet sich eine peinliche Schlappe.

    Der Prozess gegen die Attentäter der Terror-Anschläge vom Frühjahr in Brüssel am Flughafen und einer Métrostation im Europaquartier (32 Tote, hunderte Verletzte) muss verschoben werden – auf unbestimmte Zeit.

    Der Mega-Prozess wurde Monate lange vorbereitet, extra ein Gerichtssaal gebaut. Kleiner Fehler: Die Einzel-Glasboxen, in denen die Angeklagten Einsitz nehmen sollten, verstossen gegen die Menschenrechts-Konvention.

    Nun muss umgebaut werden, was bis zum Prozessbeginn am 10. Oktober (Wahl der Geschworenen) nicht möglich ist.

    Die Opfer-Organisationen reagieren sehr verärgert.

    Peinlich, aber nicht ganz untypisch für Belgien…

  • Es werden wieder Wasserstrassen ausgebaggert für autonom fahrende Schiffe

    Es werden wieder Wasserstrassen ausgebaggert für autonom fahrende Schiffe

    Ein Schiffstransport kann mehr als 100 LKW auf verstopften Strassen ersetzen.

    Darum wird in Nordfrankreich, Belgien, Niederlande massiv in den Ausbau und die Modernisierung der alten Binnen-Wasserstrassen investiert. Das soll die Transportwege von und zu den Häfen Rotterdam, Le Havre oder Antwerpen entlasten und umweltfreundlicher machen.

    Auch technologisch macht die Branche grosse Fortschritte: Autonom fahrende Schiffe sind schon Realität.

    Das Kanalsystem ist Jahrhunderte alt und erwacht nun wieder zu neuem Leben.

    Quelle SRF Sendung Rendezvous vom Juli 2022
  • Belgien entschuldigt sich für Mord am ersten Premier des unabhängigen Kongo

    Belgien entschuldigt sich für Mord am ersten Premier des unabhängigen Kongo

    Patrice Lumumba war der erste Premierminister des unabhängigen Kongo.

    Er überlebt nicht lange und wurde unter Mithilfe von westlichen Geheimdienst- und Polizeikräften ermordet, am 17. Januar 1961.

    Eine Leiche gab es nie, weil in Säure aufgelöst. Ein Polizist der ehemaligen belgischen Kolonialmacht bewahrte Jahrzehnt aber eine makabere Trophäe auf: einen Zahn von Lumumba.

    Dieser wurde vor ein paar Jahren beschlagnahmt und wird nun in einem offiziellen Akt an die Angehörigen Lumumbas zurückgegeben.

    Belgiens Politik versteht das Geste der Versöhnung.

    Quelle: Echo der Zeit, SRF, 20. Juni 2022
  • Belgiens Grüne schwenken auf Atomkraft um wegen Ukraine-Krieg

    Belgiens Grüne schwenken auf Atomkraft um wegen Ukraine-Krieg

    Die belgische Regierung macht in der Energiepolitik eine Kehrtwende – eine direkte Folge des Kriegs in der Ukraine.

    Das politisch breit abgestützte Regierungsbündnis will nicht mehr aus der Atomkraft aussteigen. Der Vorschlag machte ausgerechnet die grüne Energie-Ministerin.

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